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30.11.2016, 19.00 h
Raum 117, Schillerplatz 3, A-1010 Wien

"Über Malerei" mit Gerlind Zeilner und Georg Frauenschuh



In  den Saloon-Bildern von Gerlind Zeilner verhält sich die Malerei subversiv zum Inhalt. Machogesten und Heldenklischees werden durch die Übersetzung in ein spezielles Farb- und Formgefüge entmachtet. Analog zu diesen fiktiven Saloon-Bildern gibt es auch eine Serie von ebenfalls in männlicher Künstlertradition stehenden Bar-Bildern, welche an realen Orten entwickelt werden. Es eröffnet sich ein Bezugsraum von Toulouse Lautrec über Immendorf bis Nicole Eisenman. Die „gedachten“ Räume (Westernsaloons) und die erlebten Räume (Bars) nähern sich auf der Ebene der Malerei aneinander an.


Georg Frauenschuh führt fragmentarische Bildzitate zusammen, deren Motive sich zum Teil wiederholen, zum Teil auch singulär bleiben. Den Referenzrahmen finden diese sowohl außerhalb als auch innerhalb des Bildes selbst: außerhalb durch die Bezüge ihrer Bildherkunft (mechanisierte, standardisierte, digitale Bildvorlagen), innerhalb durch innerbildliche Querverweise sowie den immer präsenten Diskurs mit der Malerei. Es werden malereiimmanente Themen verhandelt, Themen der Problematik von Originalität und Nachahmung, welche die Bilderfrage in Zeiten des Internets unaufhörlich zu stellen scheint. Oder die Frage der Autorschaft, die durch das Kopieren anonymer Vorlagen migrierender Bilderwelten herausgefordert ist.